Die Spielberichte der Landesklasse Staffel 1


BSG Chemie Kahla vs. SG Traktor Teichel1 - 3
VfB Apolda vs. SV Schott Jena II1 - 4
SG VfR Bad Lobenstein vs. FSV Grün-Weiß Stadtroda3 - 0
1. FC Greiz vs. TSG Kaulsdorf3 - 0
SV Blau-Weiß Niederpöllnitz vs. SG FC Motor Zeulenroda2 - 1
SV Moßbach vs. FC Saalfeld0 - 2
VfB 09 Pößneck vs. SV BW 90 Neustadt/Orla- - -


Landesklasse Staffel 1

SV Blau-Weiß Niederpöllnitz vs. SG FC Motor Zeulenroda
2 : 1



Unsere Aufstellung gegen Greiz



Bis auf das Wetter, was die alten Haudegen der Niederpöllnitzer im Erinnerungsschwelgen als "Traktorwetter" einstuften, gab es für die Gastgeber zunächst kaum gute Nachrichten. Max Schmeißer war erfolgreich operiert worden, allerdings ein Einsatz in der Hinrunde ausgeschlossen. Felix Theileis gesperrt. Sven Linsel winkte ab - Knöchelprobleme. Als auch noch Marcel Peters signalisierte, er müsse erst mal die Erwärmung abwarten,  um seine Wade in den Griff zu bekommen, verging Trainer Schmidt kurzzeitig der Optimismus. Aber auch die Gäste hatten kräftig rotiert. Im Vergleich zum letzten Spiel fehlten Kutzner, Draschar, Heinze,  Mäusebach und Neisch. Trotzdem waren sie unter der Zielstellung nach Niederpöllnitz gekommen, die nächsten Partien gegen vermeindliche Mitkonkurrenten gegen den Abstieg zu gewinnen. Und zwar alle. Ohne viel vorweg zu nehmen: Da müssen sich die Jungs aber steigern, denn das war heute zu wenig.

Das Spiel hatte noch gar nicht richtig begonnen, da gab es schon den ersten Aufreger: Nach Foul an L. Müller im Strafraum bleibt der Pfiff aus. Es war sicher ein Kontakt da, der Flug von Müller aber für Marvin Lautensack denn doch zu spektakulär. BW machte von Beginn an Druck, spielte hinten solide, weil Peters, die neue Rolle von Theileis übernommen, sicher interpretierte. Zeulenroda nervös, in der Abwehr hektisch und nur mit einem Torschuss durch Dustin Schmidt, der für Ph. Müller kein Problem war (7.). Aber auch bei Niederpöllnitz spielte die Angst vorm ersten Fehler mit, zu viele Abspiele kamen ungenau. Dann aber ging es richtig los. Innerhalb von 7 Minuten hatten die Gastgeber drei Großchancen: Zunächst ist Sporer über rechts seinem Gegenspieler davongerast, seine scharfe Eingabe nimmt Menzel volley, schießt aber den zufällig am kurzen Pfosten stehenden Stegemann an (17.). Fünf Minuten später wieder Sporer. Innen verspringt Müller der Ball und in der 24. Minute ist es Peters, der nach Müller-Ecke knapp vorbei köpft. Es hätte gut und gerne hier bereits 3:0 stehen können, nein, müssen. Von entäuschenden Gästen kam in dieser Phase nichts. Auch deshalb, weil in der Abwehr eine Nervositätsstufe herrschte, wie bei einem Teenager vor dem ersten Date. Da wurden die Bälle kerzenartig nach vorn gedonnert, aber da standen weder der eigene Spieler und schon gar nicht der helfende Fußballgott. Es war also nur eine Frage der Zeit, wann BW endlich eine Chance nutzt. Nach gut einer halben Stunde war es dann aber soweit: Nach einem groben Abwehrschnitzer vom Ex-Aumaer Piegholdt schnappt sich Müller das Leder, passt auf Menzel und der hat nun wirklich keine Mühe mehr. Stegemann ohne Abwehrchance. Die Gäste zeigen Reaktion, rennen wütend an und Poser rettet vor dem einschussbereiten Schmidt (35.) und kommen zu einem Abseitstor durch den gleichen Spieler (39.). Es war die beste Phase der Zeulenrodaer im Spiel, die mit schnellen Passfolgen im Mittelfeld andeuteten, welche Potenzen in ihnen stecken.

Gewohntes und gleiches Bild nach dem Seitenwechsel. Großchance Nummer 4 für Niederpöllnitz. Diesmal kommt die Eingabe von Dannhauer, der bis dato recht blass geblieben war, drinnen vergeigt Menzel (48.). Und auch Otto scheitert wenig später mit einem Distanzschuss, der am Pfosten vorbei geht Menzel (54.) und Sporer (61.) raufen sich wenig später die Haare, obwohl die ohnehin schon durch die vielen vergebenen Chancen durchwühlt waren. Das 1:0 war ein kriminell gefährliches Ergebnis, und es hätte nicht verwundert, wenn tatsächlich das 1:1 gefallen wäre. Denn nun hatte Zeulenroda zwei Chancen. Ein Kopfball von Schulz rauscht am Angel vorbei (67.) und eine Abwehraktion von Peters landet am eigenen Pfosten. So aber fällt das 2:0. N. Sporer jagt auf und davon, niemand kann folgen und der Kullerball wird auch für die letzte Motor-Bastion unerreichbar (78.). Dustin Schmidt gelingt in der Nachspielzeit nur noch der Anschlusstreffer. Durch die Siege von Greiz und Schott II ist Motor nun als einzige Mannschaft noch ohne Sieg. Die Zielstellung, die nächsten Spiele gewinnen zu wollen, muss wenigstens eine Woche warten.

Niederpöllnitz fährt dann nach Zwätzen, wo nach aktuellem Stand keine Zuschauer zugelassen sind. Zeulenroda empfängt Greiz.






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