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Kreisoberliga

VfL 1990 Gera vs. SV Blau-Weiß Niederpöllnitz
3 : 2

Der Niederpöllnitzer Trainer Roy Beck ist momentan nicht zu beneiden. Mit Kolnisko, P. Sporer, Fritzsche und Woyke musste er gleich 4 Kicker ersetzen. Engelbrecht und Brossmann liefen zeitgleich im Spiel der II. Vertretung auf. So landete letztlich nur Kevin Schmidt, der Mannschaftsleiter, auf der Bank und wäre 5 Minuten vor Abpfiff nach einer Verletzung von Karacha noch beinahe zu seinen allerersten Minuten gekommen. Karacha aber konnte weiterspielen und die Rufe der mitgereisten Fans: "Wir wollen Kevin sehen" verhallten im grauen Herbsthimmel.
Die Gäste trotzten den personellen Problemen und zeigten eine insgesamt mutige, disziplinierte Partie mit einer klaren Ausrichtung. Durch frühes Pressen und erfolgreiche Zweikampfführung sollte der VfL aus dem Spiel genommen werden. Und so hatte BW die besseren Chancen in der Anfangsphase. Zunächst schwenkt P. Sporer nach innen und zieht ab, aber genau in die Arme von Kajleber, der in seinem 70. KOL-Spiel erst das zweite Mal zwischen die Pfosten musste (6.). Noch besser die Chance zwei Minuten später von L.Müller. Umzingelt von drei Gegenspielern erhält er nach toller Vorarbeit von Vogel den Ball im Strafraum, verstolpert aber leider diese Großchance. Dass der VfL sich über 90 Minuten nicht so einschnüren lassen würde, war klar. Auch die Hausherren hatte eine positive Bilanz in der Zweikampfführung vorzuweisen, aber es dauerte  immerhin bis zur 14. Minute, ehe sie sich erstmals dem Müller-Tor mit 2 Eckbällen annäherten. Quasi aus dem Nichts heraus dann das 1:0: Karacha steht erstmals ungünstig beim Pass auf Lässig, der zieht davon und aus 22 Metern einfach mal aufs Tor. Der Ball schlägt im Winkel ein: ein Traumtor (20.). Niederpöllnitz zeigte sich wenig geschockt, verfolgte weiter seine Linie und belohnte sich nach 31 Minuten: Erneut leistet Vogel die Vorarbeit und Müller ballert das Spielgerät unter die Latte. Fast postwendend hätte Gera erneut in Führung gehen können, ja müssen: der umtriebige Lässig jagt den Ball einen Meter am Kasten vorbei, da wäre Ph.Müller wohl nicht mehr rangekommen (35.). Die letzten beiden Chancen blieben wieder den Gästen vorbehalten: Im Mittelkreis dreht sich L.Müller aus seinem Gegenspieler heraus und schießt über den weit vorm Tor stehenden Kajleber ins Netz - leider aber unter Zuhilfenahme eines Fouklspiels bei der vorbereitenden Aktion. Der insgesamt gut pfeifende Schiri sammelte schnell den Treffer ein. Und dann kam noch der erste gefährliche Moment von Jubilar Menzel (200. KOL-Spiel): Sein brachialer Freistoß wird gerade noch zur Ecke abgeblockt (40.).

Nach der Pause das gleiche Bild wie zu Beginn. Der VfL fand zunächst keine Ideen, um den Niederpöllnitzern den Angstschweiß auf die Stirnen zu bringen. Die verteidigten alles weg, spürten aber mehr und mehr den Druck, der zwar noch ohne Chancen, aber doch aufgebaut wurde. Besonders Lässig, mit Abstrichen Kunz und der spätere Matchwinner Volkhammer waren nun immer mehr in ihrem Element angekommen. Zumal im Mittelfeld die Lücken bei den Gästen größer, und damit die Chancen zum schnellen Umkehrspiel besser wurden. Was mit der Riesenchance von Kunz in der 62. Minute begann (Karacha schlägt den Ball von der Linie), wurde zum Auftakt der besten Phase der Hausherren. Immer wieder ging es über die Flügelspieler schnell nach vorn und in der 66. Minute bedient Kunz Volkhammer, der das 2:1 erzielt. Lässig hätte die Chance zum 3:1 gehabt, aber Müller lenkt seinen Schuss um den Pfosten zur Ecke (80.). Noch 10 Minuten blieben den Gästen und die nutze Menzel zum 2:2. Kajleber war wohl bei dem Verkehr vor ihm ddie Sicht versperrt, um den scharfen Flachschuss aufzuhalten. Niederpöllnitz sah sich am Ziel, hatte dem Spitzenteam Paroli geboten. Aber noch waren 5 Minuten zu spielen, als ein Missverständnis der bösen Art zwischen Poser und Ph. Müller Volkhammer zum Kopfball und dem 3:2-Siegtreffer bringt. 


Mehr Fotos gibt es in der Galerie auf fupa: https://www.fupa.net/photos/vfl-gera-sv-blau-weiss-1990-niederpoellnitz-582112





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