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Weiterhin gegen Motor unbesiegt - seit 2018 8 Jahre war es her, dass Motor Altenburg gegen Niederpöllnitz in einem Punktspiel gewinnen konnte. Und auch wenn die Altenburger im Vorjahr nur Drittletzter wurden, so hat der Name Motor Altenburg nicht nur das schönste Stadion Thüringens nach eigenem Befinden zu bieten, sondern auch jede Menge Tradition. Und vorallem in dieser Saison auch Erfolg. 4 Spiele, keine Niederlage. „Die Mannschaft ist bereit", so konnte man auf Facebook im Vorbericht zum Spiel gegen Blau-Weiß lesen, „die nächsten drei Punkte einzufahren." Das allerdings war nach dem 5:0 gegen Rüdersdorf auch Niederpöllnitz. Zumal mit P. und N. Sporer, Poser und Kolnisko gleich 4 Kicker in die Aufstellung zurückkehrten, die zum letzten Heimspiel noch gefehlt hatten. Und so konnten die Ausfälle von Karacha und Woyke relativ schnell kompensiert werden. Niederpöllnitz begann agil und zweikampfstark: Müller gegen Wangermann und Blinde gegen Rother zeigten gleich mal, dass für Motor im Schongang heute nichts zu holen sein würde. Dass der Kapitän der Gäste nach dem dritten Duell relativ früh die gelbe Karte bekam, machte dann die Sache etwas schwieriger. Nachdem das Spiel sich eingegrooved hatte, gab es die erste gute Aktion: Menzel mit Steckpass auf Vogel und der will in der Mitte Müller bedienen, aber die Motor-Abwehr aufmerksam (11.). Nur eine Minute später aber klingelte es im Gehäuse vom Möckel, der im gesamten Spiel mit seinen Vorderleuten eine Art Harakiri bestritt, indem man sich die Bälle flach im Sechzehner zuspielte, um von hinten aufzubauen. Tja, jedenfalls betrachtete der Keeper eine dieser Aufbauaktionen, die am Mittelkreis abgefangen wurde und Menzel in Position brachte. Der sah Möckel weit vorm Tor und zog aus 30 Metern ab – 0:1. Den ersten Abschluss für die Gastgeber hatte Weber (13.), knapp vorbei. Vorbei war dann sehr früh auch für Wiechert, der verletzt ausgewechselt werden musste, Hinrichs kam für ihn ins Spiel (14.). Richtig zu tun bekam es dann Ph. Müller im Kasten der Gäste, denn die erste Ecke für Motor stand an und den Kopfball vom eben Eingewechselten holte er blitzschnell von der Linie (19.). Es sollte eine der wenigen Chancen für Altenburg bleiben. Anders die Niederpöllnitzer: 20. Minute – Vollspringt Vogel, Günther mit letztem Einsatz vor Rahimi zur Ecke. 22./23. Minute – BW schraubt das Eckenverhätnis auf 1:4 und hat mit 2x Menzels Kopfbällen Pech. 25. Minute – Kolnisko taucht allein vor Möckel auf, der mit einer verrückten Parade zur nächsten Ecke klärt. 31. Minute – Distanzschuss Vogel, Möckel mit Flugparade, der Ball geht aber vorbei. Längst hatte Niederpöllnitz die Führung gerechtfertigt und musste mit 2 – 3 Toren Unterschied vorn liegen. So aber hatten die Hausherren, die zwischen der 35. und 40. Minute ihre beste Ballbesitzpassage hatten, noch Chancen für den zweiten Durchgang, ihre Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben. Die ersten 10 Minuten nach Wiederanpfiff waren dann allerdings Magerkost. Beide Abwehrreihen konzentriert und bei gegnerischen Angriffen auf der Höhe des Geschehens. Ein Supersolo von Vogel war das einzige Highlight in dieser Spielphase. Über der natürlich auf der einen Seite das Bangen um die Führung, auf der anderen Seite das Hoffen auf den Ausgleich schwebte. Ab der 60. Minute agierten dann die Hausherren in etwas so, wie es sich Trainer Grube wohl von Anfang an vorgestellt hatte. Das Tempo wurde angezogen, es ging engagiert, aber teilweise auch hektisch zur Sache und so konnte die nun zunehmend unter Druck geratene Gästeabwehr alles wegverteidigen. Noch war das Spiel für Blau-Weiss nicht ganz aus der Hand gegeben, aber es musste wieder mal eine erfolgreiche Offensivaktion her. Und Trainer Beck bewies ein glückliches Händchen, als er den völlig verausgabten Jauch gegen Fritzsche austauschte. Der benötigte drei Flanken: Nach der ersten vergibt Müller aus bester Position per Kopf die Chance zum 0:2 (73.). Die zweite landet auf dem Kopf von Blinde und der Ball knallt an die Latte (74.), dann aber trifft die dritte die Stirn von Müller und der verwandelt nun zum erlösenden 0:2 (77.). Reihhenweise hörte man im Lager der Gäste die Wackersteine zu Boden fallen. Motor war geschlagen, das war zu diesem Zeitpunkt vielen klar, so dass auch der eifrige Ballholer hinter dem Gästetor abgezogen wurde.Dabei hätte er durchaus noch eine Szene bewundern dürfen, aber es war fast bezeichnend, dass Motor-Kapitän Tom Haase den Foulstrafstoß in der Nachspielzeit übers Gebälk jagte.
Niederpöllnitz fuhr einen verdienten Sieg ein, auch weil Motor viel zu spät und
dann auch ohne Riesenmöglichkeiten das Spiel angegangen war. Meinungen zum Spiel |


















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