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Saisonauftakt vergeigt Man kennt sich ja aus 13 Jahren Fußball. Wenn Björn Hauke
den Platz betritt, muss man eben wissen, dass der Begriff „Lange Leine" nicht
zu seiner Spielführung passt. Mit dem Anschein einer gewissen Übellaunigkeit
lässt der Spielleiter kaum etwas durchgehen, ohne dass es eine Kartenbestrafung
gibt. Und so kamen am 1. Spieltag der neuen Saison zu seinen bisherigen 245
gelben, 7 gelbroten und 5 roten Karten noch einmal 10 Gelbe für die Spieler und
2 für das Trainerteam der Hausherren hinzu. Dabei hatte die Partie nie den
Charakter eines brutalen Geholzes, was diese Summe gerechtfertigt hätte.
Vielmehr wird mit einer gewissen Dünnhäutigkeit auf Ansätze von Kritik
reagiert. Und so hatte die Partie des Vizemeisters gegen den Tabellenachten auch immer und immer wieder Bremseinlagen zu bieten, weil jeder Ansatz eines energischeren Zweikampfes unterbunden und mit Freistoß fortgesetzt wurde. Allerdings konnte Schiri Hauke nun gar nichts für die Anfangsphase der Gastgeber: schläfrig, fehlerhaft, verwunderlich. Angesichts der Statistik, die bei 5 Spielen in Niederpöllnitz nur eins gegen Roschütz gewonnen werden konnte, hätte man sich schon gewünscht, dass die Kabinenworte verinnerlicht werden. So aber kam nach einem eklatanten Fehlpass Roschütz bereits nach 3 Minuten zur Chance auf das 0:1, aber der umtriebige Kronz vergab aus bester Position. Und erst recht, als er 2 Minuten später nach orientierungslosen Chaos in der Innenverteidigung nur den Pfosten trifft. BW hätte da schon 0:2 hinten liegen müssen oder können. Nach 25 Minuten war das aber dann so: Zunächst gibt es Elfmeter (wie bereits erwähnt: Bei Haukes konsequenter Spielleitung geht man da auch anders im Strafraum ran), den Kronz sicher verwandelt und dann sieht Friedemann dem weit vor dem Tor positionierten BW-Keeper und erzielt mit 25-Meter-Schuss das 0:2. Entsetzen machte sich bei den Fans breit, die das Sportfest des Vereins mit einem Sieg ihrer Lieblinge abschließen wollten. Aber die übten sich noch in vornehmer Zurückhaltung: Ein Kopfball von Menzel (12.) und eine Doppelchance, bei der der Ball im Gewühl stecken bleibt (22.) waren die einzige Ausbeute. Zu wenig, um gegen die jederzeit gefährlichen Gäste etwas zu holen. Til Woyke, in seinem ersten Pflichtspiel für die Männer eine solide Leistung abliefernd und Tino Friedemann machten dann ab der 27. Minute den Auftakt für den Kartenregen. Immerhin gelang es Niederpöllnitz nun die letzten 15 Minuten, eine Art Gleichgewicht herzustellen und den Anschlusstreffer durch Menzels Kopfball zu erzielen (39.).
Schlagartig hob sich nach der Pause die Stimmung. Niederpöllnitz kam nun motiviert aus der Kabine und brauchte 38 Sekunden, um den Ausgleich, erneut durch Menzel, diesmal mit Flachschuss, zu erzielen. Die Tormusik und der Jubel waren kaum verklungen, da haut Liehr den Ball weit über den Platz auf den startenden Sachs und der vollendet mit strammen Schuss zum 2:3 (51.). Viel fiel den Hausherren weiterhin nicht ein und der erfahrene Nachwuchstrainer Hubi meinte: „Wir versuchen nur, den Ball von ganz hinten gleich weit nach vorne zu schlagen. Das ist doch kein Gespiele." Naja, immerhin hatte das aber bei den Gästen beim letzten Tor geklappt. Und es klappte auch bei der Chance wieder mal von Kronz, der blitzschnell eingesetzt wird, aber verzieht (67.). Es waren zwar immernoch 20 Minuten zu spielen, aber wie schnell die Zeit vergehen kann, merkte BW besonders schmerzhaft. Denn die Monsterparade vom ehemaligen Niederpöllnitzer Liehr gegen den Kopfball von Blinde (82.) war schon fast in der Endphase die einzig nennenswerte Großchance der Hausherren. Und sie blieb es auch. Niederpöllnitz verliert den Saisonauftakt gegen
ambitionierte Roschützer, die gnadenlos die Auftaktphase ausgenutzt hatten und
über das ganze Spiel gesehen auch deutlich mehr Chancen hatten. Statistik Meinungen zum Spiel |



















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