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Höchste Niederlage seit 2 Jahren Dass die Personaldecke bei BW dünn ist, dass wusste man im Vorfeld. Aber dass es denn so dramatisch kommt - das nicht. Mit Hossaini, Klering und Jahn standen drei Kicker der Kleinfeldliga mit im Kader, zwei davon mussten über 90 Minuten ran. Und so kam es, dass Niederpöllnitz nicht nur mit einer neu formierten Viererkette in der Abwehr agieren musste (Hossaini, N.Sporer, Poser, Vogel), sondern auch mit jeder Linie vorwärts ans Limit kam. Und gerade deshalb wollen und möchten wir nicht den Stab über die brechen, die sich heute dieser Aufgabe gestellt hatten. Wir wollen auch diejenigen nicht verurteilen, die verletzungsbedingt (Köhler, Hilbert, Rahimi) oder gelbgesperrt (Karacha, P.Sporer) fehlten. Wir wollen nur - genau wie es nach Abpfiff der eine oder andere Kicker getan hatte, den Finger in die Wunde legen, die offensichtlich ist: BW kann mit dieser Perdsonaldecke bei diesen Ausfällen einfach nicht konkurrenzfähig sein. Auch nicht gegen - mit Respekt formuliert - eine Roschützer Mannschaft, die man unter normalen Umständen beherrschen kann. Und wir verstehen jeden, der entsprechend seines Charakters mit dieser hohen Niederlage anders umgeht. Der eine muss seinen Frust über fehlende Leistung hinausbrüllen, so dass mitten im Juni die Blätter von den Bäumen rascheln. Andere sehen es ruhiger: Wir haben schon andere Niederlagen verkraftet. Stimmt. Die verlorenen Pokalfinals gehören zum Beispiel dazu. Und da ging es ja auch noch um viel. Eins davon eben gegen jenen Gegner, der heute die Situation gnadenlos ausnutzte und einen klaren und verdienten Auswärtserfolg einfuhr. Dabei ging es eher gemächlich in diese Partie. Wie zwei Gladiatörchen im Vorkampf zum eigentlichen Spektakel umkreisten sich die Teams und warteten auf irgend etwas Tolles. So wie die Zuschauer auch. Dabei konnte man dem Treiben von BW durchaus väterliche Zuwendung entgegenbringen, denn die neuformierte Mannschaft musste sich ja auch erst mal finden. Nach 10 Minuten die erste Halbchance von Fritzsche gegen den Ex-Niederpöllnitzer Liehr, der den Kopfball sicher fängt. Schiri Gretscher, der durch große Laufbereitschaft und fehlende Unterstützung durch seine Assistenten auffiel, fällt auch dann nicht auf das theatralische Zu-Boden-Gehen von Kronz im Strafraum herein (19.). Bis weit in die 20. Minute waren das die Highlights, auch eckenmäßig (1:1) gab es eher überschaubare Statistiken. Dann aber das etwas überraschende 1:0: Endlich ist mal wieder eine Flanke so, wie sie Menzel haben möchte (32.). Seinen Kopfball aus Nahdistanz kann auch der ansonsten fehlerfrei haltende Liehr nur hinterher schauen. Es war der zweite Versuch von Menzel, der erste (27.) ging noch um Zentimeter vorbei. In dieser starken Phase von BW hatte dann Fritzsche die große Chance zum 2:0, aber dessen Kopfball krallt sich Liehr sensationell (35.). Dann aber ging es gegen Niederpöllnitzer, die ja für den einen oder anderen die Laufwege mitmachen mussten, bergab. Erst beendete Kronz das Tickitacka der Gäste mit dem 1:1 (37.), dann schließt Rahimi einen Freistoß mit dem Rücken zum Tor stehend, per Kopf erfolgreich ab (43.). "Wir haben die ersten Tore ja selbst verschuldet", analysierte Meistertrainer Frank Fritzsche nach der Partie. Nach der Verabschiedung des langjährigen Kassieres "Eitel" Lauterlein, ging es in die 2. Halbzeit. Und die begann wesentlich lebhafter als die erste. Zunächst klärt Ph. Müller mit Fußparade gegen Sachs (49.), dann rettet ein Roschützer für seinen Hüter auf der Linie beim Außenristschuss von Poser (53.). Und nur 2 Minuten später vergibt Ahmadi das sichere 2:2 - wieder rettet ein Beim in grünen Stutzen auf der Linie. Lümmelnd wollten wir gerade uns auf dem Stuhl zurecht ruckeln, als ein Schuss von Rückmann aus geschätzten 30 Metern sich hinter dem regungslosen Müller ins netz senkte. Was
war das denn? Rückmann schießt mal so eben aus 30 Metern halbherzig
aufs Tor und Müller reagiert gar nicht. Seltsam. Sonne? Zu weit vorm
Kasten? Verdacht auf: Der geht vorbei? Keine Ahnung. Es stand 1:3 und der Drops war gelutscht. Das 1:4 (66.) war nach der Marke produziert: Draufschießen, geht sowieso rein. Einmal noch musste Liehr ernsthaft eingreifen und lenkt grandios den Kopfball von Menzel zur Ecke. Die diesmal auch gegeben wurde im Vergleich zu manch anderer unstrittiger Situation. Wenns läuft, dann läufts - dacht sich Sachs und erzielt in der 81. Minute das 1:5. Wenn nicht läuft, dann läufts nicht - dachte sich Fritzsche und kassierte binnen weniger Momente nach Gelb für Ahmadi Gelbrot. Den Kick von heute sollte Niederpöllnitz schnell vergessen. Spätestens aber beim Zusammenstellen des Kaders für das letzte Punktspiel wird Trainer Beck an die Partie heute denken müssen. Denn mit Ahmadi und Fritzsche fehlen die nächsten beiden Spieler gesperrt. Meinungen zum Spiel |


















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