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Es war das Duell des Tabellenzweiten gegen den Zehnten. Aufsteiger OTG hat eine recht ansprechende Saison bisher hingelegt, war nie auf einem direkten Abstiegsplatz. Und zum Zwölften, Motor Altenburg, hatte man bereits 10 Punkte Vorsprung. Da war eigentlich keine Gefahr mehr, zumal der Vorsprung zu den direkten Absteigern gewaltig ist. Für BW hingegen ging es, nachdem man am letzten Spieltag nicht antreten konnte und dadurch ein 0:2 sich einfing, immernoch um den Vizemeistertitel. Es wäre der Zweite in Folge. BW mit zwei Veränderungen zum letzten Punktspiel. Nouri erstmal auf der Bank, Rahimi nicht im Kader. Dafür Blinde und Fritzsche in der Anfangsaufstellung. Eine Veränderung hatten die Gäste zu bieten: Für Urban kam Heinicke. BW raste los, als würden sie sich vor der Stierherde in Sevilla retten wollen. Da ging es drauf, da wurden OTG die Luft und die Lust abgewürgt und bereits nach 120 Sekunden klingelte es hinter Pracht, allerdings nicht vom Postmann, sondern von N. Sporer. Pracht kurz außer Gefecht, konnte dann aber weiter spielen. Die erste Viertelstunde zeigte OTG keine Leistung, mit der man hätte Bäume ausreißen können. Kein einziger Angriffsversuch über die Mittellinie. Dass der Aufsteiger trotzdem hellwach verteidigt werden musste, zeigte sich in der 18. Minute. Da tauchte Heinicke plötzlich allein vor Ph. Müller auf, der reagierte aber stoisch und legte sich rechtzeitig hin. BW musste in dieser Phase aufpassen, nicht schlampig und lässig zu werden, denn die Ballverluste im Spielaufbau nahmen deutlich zu. Kapitän Müller meinte, dass man darauf reagieren sollte und bugsierte eine schöne Flanke von Sporer per Kopf über Pracht hinweg ins Netz (24.). Und wenn Fritzsche drei Minuten später die riesige Chance verwertet hätte, wäre schon früh der Deckel drauf gewesen. So aber kam die stärkste Phase der Gäste. Die hoben nun Schritt für Schritt die Köpfe aus dem bisherigen spielerischen Unkraut und hatten durch Unger (33.) die Chance zum 2:1, Und wenig später pfeift Ph. Müller bei einer Ecke seine Mitspieler zurück: „Torwart!", aber der Ball fliegt über seine ausgestreckten Arme drüber und auf den Fuß von Blinde. Und beinahe über die Linie, wenn ihn nicht Karacha noch weggeschlagen hätte (40.). Halbzeit 1 wurde durch den Schuss von Geissler abgeschlossen, der Ball zischt knapp vorbei.
BW ging mit einem dann doch glücklichen 2:0 in die Pause und hatte einiges zu korrigieren. Zum Beispiel Ahmadi, der leider dem Spiel eher beigewohnt hatte. Für ihn kam Nouri. Innerhalb von 2 Minuten machte der Tabellenzweite dann aber alles klar: Erst leistet sich Werner einen Riesenbock, als er locker-luftig den Ball auf Pracht spielen will, N. Sporer das erkennt, dazwischen geht und einschiebt. Und dann ist Menzel, der bis dahin wegen seiner hängenden Rolle noch gar nicht so aufgefallen war, bei einer Ecke von Müller, die sich fast schon selbst ins Tor gezirkelt hätte, da und gibt dem Ball den letzten Kick (59., 61). OTG, das mit Saalmann zu einer nennenswerten Chance in dieser Phase kam, konnte dann wenig amüsiert, doch noch einen Treffer bejubeln, denn P. Sporer hatte mit einer strammen Rückgabe die Sprintfähigkeit seines eigenen Tormannes falsch eingeschätzt (73.). Vier Minuten vor Spielende musste Nouri wieder raus und sank tief enttäuscht von sich mit dem Kopf in beiden Händen auf der Ersatzbank zusammen. Und bekam so vielleicht das 5:1 durch Müller nicht mit, der einen klugen Steckpass von Menzel verwertete (88.). Insgesamt nach dem 6:1-Hinspielsieg erneut ein klarer Erfolg der Niederpöllnitzer, wenn auch etwas zu hoch ausgefallen. Meinungen zum Spiel |


















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