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Irgendwie nicht ganz verständlich Man sollte doch meinen, wenn eine Mannschaft nur 2 Punkte über der roten Linie steht, dass sie alles versucht, um den Abstand zu diesem Warnsignal zu vergrößern. Zumindest kann man doch nicht pokern und sich auf die Schulter klopfen: Naja, Gößnitz hat doch verloren. Alles gut. Irgendwann ist es nicht mehr gut. Aber Altenburg scheint relativ gelassen mit dieser Gefahr umzugehen. Jedenfalls eins konnte man der Mannschaft nicht abschreiben: Zu beweisen, warum sie so weit unten in der Tabelle steht - das ist ihnen leider nur allzugut gelungen. Die Mienen der mitgereisten Fans jedenfalls waren wenigstens dem traurigen Anlass der 1:5-Niederlage angepasst, nämlich angepisst. Schauen wir mal auf das Spiel. Erfreuliches gab es vor dem Anpfiff durch Ines Wartenberg vom KSB zu vermelden. In einer Grußbotschaft verkündete sie die Bewilligung von knapp 22.000 Euro für die Sportplatzumrandung nebst Kabinen. Dann ging es los und Altenburg hatte gleich die erste Ecke, in deren Verlauf Haase zum Schuss kommt, aber P. Sporer, heute erneut sehr solide, blockt ab. Aber BW konterte zwei Minuten später: Ahmadis Flanke von rechts kommt maßgenau auf den Kopf von L. Müller - 1:0 (7.). Noch einmal gab es ein Lebenszeichen der Gäste. Bauer, der phasenweise die Rolle des Alleinunterhalters in den schwarz-gelben Reihen eingenommen hatte, bediente Wiechert, der über den Ball säbelt. Das hätte gefährlich werden können (14.). Recht früh korrigierte darauf hin Trainer Beck seine taktische Aufstellung: Rahimi, der in der Doppelsechs neben Menzel agieren sollte, wurde auf Rechtsaußen befördert, Ahmadi übernahm seine Rolle im Mittelfeld. Und diese kleine Veränderung zeigte große Wirkung. Nun gab es in der spielgestaltenden Zone zwei Kicker, die jeden Ball hinterher jagten und nach vorn Tempo machten. Die Folge waren unter anderem Freistöße für BW. Einen davon schlenzte Poser in den Strafraum, wo P. Sporer das Leder flach einhämmert (23.). Pascal Sporer hielt hinten den Laden zusammen und erzielte das 2:0 Das Spiel nahm nun einen Charakter an, den wir zu Beginn des Berichtes andeuteten: Altenburg ohne Linie, ohne Einsatz, fast lustlos. Bis auf Bauer, der sich dieser Einstellung entgegenstellte. Zu wenig, um die Hausherren irgendwie in Verlegenheit zu bringen. Ganz im Gegenteil: Motor hatte zu tun, die Mittellinie zu übertreten. Und so meinte Menzel kurz vor der Halbzeit: Ach komm, da hau ich eben mal drauf. Dass der Ball trotz eigentlich freiem Sichtfeld einschlägt, ging bei der Pausenvorbereitung der Fans fast unter. Das Spiel zur Halbzeit gelaufen, denn an eine brachiale Wendung in der Spieleinstellung von Motor glaubte wohl niemand so recht. Dass kurz nach Wiederbeginn auch Tayeb Ahmadi wieder mal zu einem Tor kam, hat dann alle gefreut. Er stand zur richtigen Zeit am rechten Ort und staubte ab (51./4:0). Da blieb eigentlich nur noch eine Frage: Wer schießt das 5:0 und damit das 40. Heimtor für BW. Die Antwort ließ nur 3 Minuten auf sich warten. Eine vermeintliche Ball-im-Aus-Situation lässt die Motor-Defensive in staunende Inaktive verwandeln, nur Poser schlägt eben die Flanke trotzdem und Menzel und Kopf ... und naja, man weiß schon. Es ist eben dann schwer, einen heranrauschenden D-Zug als einzelner Bahnwärter Thiel aufzuhalten. Weitere Großchancen durch Menzel, Ahmadi und Müller bringen nichts ein. Und so kommt Altenburg dann doch einmal durch und Bauer, bester Mann der Gäste, scheitert kläglich an Ph. Müller, der den schwachen Schuss locker aufnehmen kann. Immerhin gab es durch Mildner den Ehrentreffer, der das Ergebnis etwas aufhübschte. Das Bemühen, ein weiteres Tor zu erzielen, war bei Egert dann etwas zu holzig angelegt - er flog kurz vor dem Abpfiff vom Platz. Zur Fotogalerie: https://www.fupa.net/photos/sv-blau-weiss-1990-niederpoellnitz-sv-motor-altenburg-560892 Statistik Meinungen zum Spiel |


















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