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Kreisoberliga

SpG Weida/Wüdorf vs. SV Blau-Weiß Niederpöllnitz
1 : 2

Sieg mit dreifachem Wert


Dieser Sieg ist so richtig geil. Erstens bleibt es dabei: Weida II kann einfach nicht gegen Blau-Weiss gewinnen. Dazu später. Zweitens: ZFC Meuselwitz II verliert völlig überraschend in Zeulenroda und drittens: VfL Gera verliert völlig überraschend gegen Gößnitz. Was uns zur Tabelle führt, wo von den ersten 6 Teams vier verloren haben. Nur Rositz bleibt nun an uns dran, hat aber auch 5 Punkte Abstand zu uns. 

Weida mit dem verständlichen Anliegen, den ersten Dreier gegen Niederpöllnitz einzufahren. Bisher war das ja mehr oder weniger deutlich in die Hose gegangen. Aber personell musste Trainer Rott schon umplanen, denn Pechmann und Berthold, zuvor in unserer Vorschau als Unterschiedsspieler ausgemacht, waren nicht im Kader. Auch Lange nahm zunächst auf der Bank Platz, in Rositz hatte er noch in der Anfangsaufstellung gestanden. Niederpöllnitz musste Kolnisko ersetzen, für ihn kam Nouri ins Team und - erfreulich- seit November 2025 stand auch erstmals wieder Hilbert als Ergänzungsspieler zur Verfügung.

Das Vorhaben von Weida hätte nach 30 Sekunden bereits in Angriff genommen werden können, aber die Gastgeber konnten die riesen Doppelchance nicht nutzen, scheiterten am freilich auch stark haltenden Ph. Müller. Der Hallo-Wach-Effekt dieser Schreckminute hatte bei Niederpöllnitz nur überschaubare Folgen. Zwar gelang es zunächst weitgehend, die "Stahl-Elf", wie sie der Stadionsprecher mehrfach ins Nostalgische abgleitend, nannte, vom eigenen Tor wegzuhalten, aber im Umkehrspiel oder auch eigenen Angriff gab es zu viele Fehler, Da wurde zu früh gestartet und der Ball kam in den Rücken. Da wurde zu spät gestartet und der Ball landete beim Gegner. Der seinerseits zu einigen Chancen kam (Krehl/8. - volley drüber, Krehl/9. - Müller im Nachfassen).). Was hatte BW dagegen zu bieten? Nun - Nouri nach 12 Minuten am Torerfolg schnuppernd, aber im Dribbling zwei Gegner, sich selbst, die Torstange und die Außenlinie ausgeschnickt. Es war die größte Chance im Spiel bis dato, aber Niederpöllnitz stand sich selbst im Weg. Wie in so mancher Situation, was Trainer Beck in der Halbzeit auch monierte.  Niederpöllnitz schaltete dann zwar einen Gang hoch, hatte durch Nouri, L.Müller und N. Sporer auch halbwegs zu nennende Chancen, aber das Tor machten die Gastgeber: Ein schneller Angriff über die linke Seite landet endlich bei Schymanski und der verwandelt ziemlich cool flach ins lange Eck (28.). Da hatte Weida aber bereits schon wechseln müssen: Wagner und kurz nach der Führung auch Willfarth mussten verletzt ersetzt werden, später kam dann noch der Unglücksvogel Schirmer, der beide Foulelfmeter verursacht hatte, dazu. Keine leichte Situation, aber Weida rettete sich in die Halbzeit und führte verdient, weil "wir so nicht spielen können, wenn viele nur 70 Prozent geben. Das können wir bei diesem Gegner nicht machen, die werfen alles rein!" Trainer Beck war sauer und Antreiber Menzel meinte: "Wenn es so nicht geht, dann müssen wir anders spielen." 

Und das gelang den Gästen in der zweiten Halbzeit auch weitgehend. Nun, gegen den Wind, kamen die vielen Steilvorlagen auch besser und überhaupt an. Nun erkannten die Blau-Weissen, wie es geht: Gegen sichtlich nachlassende Gastgeber packten sie ihre Waffen aus: Sporers Geschwindigkeit, Müllers Zweikampfhärte, Menzels Kopfballzuspiel und Ahmatis laufintensive Balleroberungen. Die Defenive von Weida wurde nun ein ums andere Mal vor Bewährungsproben gestellt, zweimal klappte das nicht. Nach 53 Minuten legt Schirmer zum ersten Mal Sporer, Elfmeter, Müller bleibt gegen Wolff Sieger. Nach 72 Minuten das gleiche Spiel. Schirmer legt Sporer, Müller zum Elfmeter, doch diesmal hält Wolff großartig und den Nachschuss jagt der Kapitän der Gäste in den Himmel. Weida voller Freude, die Fäuste geballt und noch in Jubelstimmung, da rollt eine Minute später der nächste Angriff, Sporer auf Müller und es steht 1:2 und diesmal grenzenloser Jubel auf der Gegenseite. Dabei hatten die Weidaer auch ihre Großchancen im zweiten Durchgang: Schmidt setzt einen Ball an die Latte (55.) und 5 Minuten vor Schluss hat Kache die Riesenchance zum Ausgleich, aber Müller ist hellwach und hält spektakulär. Und so bleibt es dabei: Weida will, kann aber nicht gegen Niederpöllnitz gewinnen. Die Rott-Elf wartet nun schon 4 Spiele auf einen Sieg und ist "nur noch" Erster im Mittelfeld. Niederpöllnitz bleibt oben dran und verwaltet seinen "Vizemeistertitel", denn trotz der Niederlage des ZFC ist der Abstand immer noch gehörig.

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