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So langsam entwickelt sich Rositz zu einer Mannschaft, mit der Niederpöllnitz keine Freundschaftsarmbänder austauschen würde. Erst schmeißen sie die Blau-Weißen aus dem Pokal und nun beenden sie die Serie von 6 aufeinanderfolgenden Siegen. Ganz zu schweigen davon, dass sie bei Philipp Müllers Jubileum in der Kreisoberliga (200. Punktspiel! Herzlichen Glückwunsch, Philipp!) zum Party-Crasher werden. Fakt ist aber auch: Das Spiel hat einen verdienten Sieger gesehen. Das analysierte auch Trainer Beck kurz vor dem Abpfiff: "Es klappt heute nicht viel. Wir haben auch einfach eine Schippe zu wenig draufgelegt." Diplomatisch verpackt nannte er damit das, was die Fangemeinde auch formulierte: Wir hatten heute einfach zu viele Ausfälle, zu viele Fehleinschätzungen von Situationen - angefangen von der Zweikampfführung bis zur Chancenverwertung. Und davon abgesehen auch zu wenig Möglichkeiten, mit Auswechslungen frischen Wind ins Spiel der Mannschaft zu bekommen. Dieser fehlende Konkurrenzkampf kann, muss nicht, aber kann auch ein Faktor sein. Mit bisher 21 eingesetzten Spielern belegt Niederplllnitz den letzten Platz. Wismut Gera II hat zum gleichen Zeitpunkt 41 Kicker aufs Feld gebracht. Selbst Rüdersdorf, auch aus dem ländlichen Raum kommend, liegt mit 31 Nominierungen weit vor uns. Schon in den Anfangsminuten spiegelten zum Beispiel der Eckenstand von 5:1 das wider, was man auf dem Platz beobachten konnte. Da war beim Gastgeber einfach mehr Zug drin, mehr Spirit. Dabei hatte Niederpöllnitz die erste kleinere Chance, als nämlich Heymann einen Bock in seinen geplanten langen Ball einbaut. L. Müller fängt ihn ab, aber der Keeper angelt sich den Lupfer sicher (11.). Nach 17 Minuten demonstrierte Rositz, was passiert, wenn sie zwei Gänge hochschalten und urplötzlich die Wohlfühloase "Hinten rum" aufgeben: 2 Ballkontakte, keine Gegenwehr, Stöbe hat leichtes Spiel beim 1:0. Außer einem Freistoß von Kolnisko von der linken Strafraumgrenze (Karacha ballert den Nachschuss in den Himmel/25.) kam vom Tabellenzweiten viel zu wenig, um die Abwehrkanten von Rositz in Verlegenheit zu bringen. Aber darauf hatten wir ja bereits im Vorbericht hingewiesen. Da hatte es selbst Paul Menzel mit seinen Kopfballversuchen schwer. Justin Vogel hat die nächste Großchance für die Hausherren, seinen Flachschuss bugsiert Ph. Müller zur Ecke (31.). Zwei Minuten später ist er beim 2:0 machtlos. Nun erst kam so etwas wie eine Reaktion von Blau-Weiß. Heymann rettet per Monterparade gegen den Schuss von Menzel (38.). Und muss doch in der 40. Minute den Ball aus dem Netz holen. Eine Müller-Ecke segelt durch den 5-Meter-Raum, wo am langen Pfosten Pascal Sporer den Fuß hinhält. Und kurz vor der Pause verstolpert L. Müller die Eingabe von Ahmadi - das hätte der Ausgleich sein können. Aber auch Rositz hatte beim anschließenden Towuhabohu im BW-Strafraum Pech. Hoffnung und Hopfengetränk zur Halbzeit bei den Gästefans. Der bis dato gut pfeifende Schiri wurde leider in der 54. Minute von seinem Assistenten im Stich gelassen und verpasste es folgerichtig, das Tor von Kühne wegen Abseits abzuerkennen. Die BW-Bank außer sich, aber auch die Rositzer hatten viel zu kommentieren, so dass Grimmer beiden Trainern die gelbe karte zeigte. Aber noch einmal schlug Niederpöllnitz durch Kapitän L. Müller zurück und hatte - ähnlich wie beim Stand von 2:1 die Chance zum Ausgleich, aber der Kopfball von Menzel landet am Pfosten und den Abstauber aus allerbester Position vergeigt Ahmadi. Und doch schien BW jetzt mehr Luft zu haben, kam zu einigen Ballbesitzpassagen und Offensivaktionen. Aber wenn man eben diese unnützen Fehler nicht abstellen kann (Ballverlust, gedanklich langsames Umschalten von Angriff zu Abwehr und dann als Folge nicht mehr eingreifen können), tja dann fallen eben die Tore für Rositz. Kühne erzielte seinen dritten Treffer (77.) und zeigte seinen geplanten und zufälligen Gegenspielern, was man alles mit hoher Geschwindigkeit machen kann. Die Partie war gelaufen. BW kam nicht mehr zurück und musste mit zusehen, wie Rositz einen nach den anderen auswechselte. Da war unser einziger Wechselspieler, Marcel Klering, aber schon auf dem Feld für Jonas Fritzsche gekommen. Zur Statistik der Partie Meinungen zum Spiel |



















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